Da ist er wieder, der SEO-Spam in unseren Postfächern

In regelmäßigen Abständen treffen Anfragen von Kunden bei uns ein, in denen sie sich vergewissern wollen, ob dieses oder jenes »Angebot« seriös erscheint, das Ihnen vorher per Mail zugegangen ist. Mit dabei im Moment wieder die allseits beliebten »SEO-Angebote«, bei denen angeblich der Mitarbeiter einer Agentur bei Ihnen auf der Webseite vorbeigesehen hat und dringend Handlungsbedarf besteht. Natürlich mit einem passend auf Sie zugeschnittenen Konzept, das nicht nur wundersamen Erfolg verspricht, sondern zu äußerst günstigen Konditionen zu bekommen ist. 

Stutzig geworden waren wir in diesem Kontext erstmals, als uns von ein paar Jahren eine entsprechende Mail weitergeleitet wurde. In dieser meinte man bemängeln zu müssen, dass die Webseite einer Kundin angeblich dringend für mobile Geräte optimiert werden müsse, da Ihr sonst Besucher verloren gingen. Nur war dieses Projekt bereits seit über einem Jahr »Responsive« und passte sich »on the Fly« an jede erdenkliche Bildschirmauflösung an. Der angeblich so kompetente Mitarbeiter hatte das betreffende Projekt entweder nie zu Gesicht bekommen, war gerade anderweitig beschäftigt oder hatte schlicht keine Ahnung von der Materie.

Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass es sich hierbei schlicht um Spam handelt, der einfach auf gut Glück an die Adressen aller möglichen Domains versendet wird. Die Kollegen von Christ Media haben hierzu eine interessante Recherche vorgenommen, die wieder aktuell zu sein scheint. Auch wenn die genannte Domain im Moment zum Verkauf steht, so landet der Spam doch noch immer in den Postfächern vieler unserer Kunden. Lesenswert ist es auf jeden Fall (https://christ.media/vorsicht-vor-fake-shop-webagentur-opt-net/).

Gute Tipps wie man sich vor solcher Art von dubiosen Angeboten schützen kann, sind leider nicht einfach zu geben. Die hierfür erstellten Websites teilweise sehr professionell gemacht, die Konzepte auf den ersten Blick schlüssig und nachvollziehbar. Trotzdem gibt es Schwachstellen, die schnell gefunden und überprüft werden können. 

1. Wem gehört die Domain und in welchem Land wurde sie registriert?

Mit einem schnellen Check über z.B. whois.com kann man einsehen, mit wem man sich hier geschäftlich einlässt. Ein Ansprechpartner mit »echter« Adresse in Deutschland wäre die besten Variante, weil potenziell juristisch greifbar. Passen die Daten im hoffentlich vorhandenen Impressum hierzu? Vorsicht hingegen bei Adressen / Postboxen im Ausland, Panama – oder noch schlimmer - einem Dienst zur Anonymisierung, welcher die Daten komplett entzieht. Auf Geschäftspartner die sich hinter einem »Whoisprotect« verstecken, sollten man besser verzichten.

2.  Wie steht es um den Ruf des Absenders?

Eigentlich ein absolut banaler Tipp, aber bemühen Sie die Suchmaschine Ihres Vertrauens und erkundigen sich über die »Geschichte« der Firma um die es geht. Gute Erfahrungen sprechen sich durchaus schnell herum, schlechte Erfahrungen aber noch sehr viel schneller. Daher Augen auf und ruhig ein paar Minuten in diese Recherche investieren

3.  Die Sache mit dem Geld - wie kann ich bezahlen?

Noch einmal das Kapitel »banal«, aber trotzdem wichtig! Bietet ein Dienstleister in der Geschäftswelt eher exotische Zahlungswege an, sollte man doppelt hinsehen. Wer nur auf PayPal, Western Union oder Gutschein-Karten setzt, bekommt entweder kein Konto, oder sucht bewusst Wege mit möglichst wenig Spuren zu arbeiten. Ebenfalls sollte man hellhörig werden wenn bei Überweisungen der Kontoinhaber nicht zur Firma passt. Erinnern Sie sich noch an die Geschichten in denen ausländische Firmen Privatpersonen suchten, die Geld über ihr Konto entgegennehmen, weiterleiten und dafür eine hohe »Provision« bekommen sollten? Haben Sie sich gefragt wofür das gut sein sollen? Spätestens jetzt wissen Sie es. ;-)

4.  Preis und Leistung

Zu günstige »Angebote« sollten stutzig machen. Informieren Sie sich ruhig vorab, welche Preise einer Branche »üblich« sind und angemessen erscheinen. Das mit dem »Angemessen« ist natürlich so eine Sache, weil man hierzu den wirklichen Aufwand kennen und beurteilen können muss. Bei vergleichbaren Leistungen sollten die Preise aber nicht zu weit auseinander liegen. Unrealistisch niedrig angesetzte »Schnäppchen« bedeuten entweder baldige Firmeninsolvenz, oder billige Kinderarbeit in Indien. Beides Punkte, die man sicher auch nicht anstreben möchte. 



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